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Schön, dass Sie hier her­ein­le­sen!
Auf die­ser Seite er­zäh­le ich in der Haupt­sa­che etwas über aus­ge­wähl­te Bü­cher. Gern haben sie etwas mit mei­nen Hob­bies zu tun. Schau­en Sie doch ein­mal!

Eva Schu­mann, Pa­pri­ka und Chili er­folg­reich an­bau­en: 40 Sor­ten für Gar­ten und Bal­kon

Stutt­gart 2017
128 Sei­ten
12,90 €

Ge­mü­se­pflan­zen be­gin­nen seit ei­ni­gen Jah­ren sehr er­folg­reich, Pe­tu­ni­en und Pe­lar­go­ni­en von den Bal­ko­nen und Ter­ras­sen zu ver­drän­gen. Nach den To­ma­ten schaf­fen das auch zu­neh­mend Chili, Pa­pri­ka & Co. und er­freu­en nicht nur die Selbst­ver­sor­ger, son­dern ma­chen auch op­tisch rich­tig etwas her.
Wer sich bis­her nicht an den Anbau der (schar­fen) Scho­ten ge­wagt hat, dem sei das Büch­lein wärms­tens ans Herz ge­legt. Auf 40 Sei­ten ge­ball­tem An­bau­wis­sen ver­rät die Au­to­rin alles Wich­ti­ge von der Jung­pflan­zen­an­zucht, über die Ve­re­de­lung und Dün­gung bis hin zur Ge­sun­der­hal­tung der Pflan­zen und gibt dem am­bi­tio­nier­ten Gärt­ner au­ßer­dem einen über­sicht­li­chen Ar­beits­ka­len­der an die Hand, der den er­folg­rei­chen Anbau der ge­sun­den Scho­ten er­leich­tert.
Eine aus­ge­spro­chen in­ter­essan­te Vor­stel­lung der enor­men Sor­ten­viel­falt von Pa­pri­ka und Chili in Wort und Bild macht dop­pelt Lust, den Anbau bis dahin nie ge­hör­ter Sor­ten, wie Bi­schofs­müt­ze und Feu­er­küss­chen oder Lemon Drop aus­zu­pro­bie­ren. Was die Ver­wen­dung der Ernte an­be­trifft, so fin­den sich selbst­ver­ständ­lich am Ende des Büch­leins über­ra­schend viel­fäl­ti­ge Re­zep­ti­de­en, Tipps zur Halt­bar­ma­chung und eine Über­sicht der In­haltss­tof­fe der Scho­ten.
Eine an­schau­li­che Gra­fik ver­deut­licht die un­ter­schied­li­chen Schär­fe­gra­de in Stu­fen von 0 (Ge­mü­se­pa­pri­ka) bis 10+++ (Ca­ro­li­na Rea­per). Und soll­te es ge­le­gent­lich doch etwas zu viel Schär­fe sein, fin­den sich hilf­rei­che Tipps, wie dem Bren­nen bei­zu­kom­men ist, näm­lich zum Bei­spiel mit einem Nu­tel­la-Toast.
So ge­se­hen ste­hen Anbau und Ver­zehr der Scho­ten nichts mehr im Weg und das nächs­te Früh­jahr kommt be­stimmt!

Eng­lisch ler­nen mit The Groo­ves. Best Of

Eva Bran­de­cker (Autor), Die­ter Bran­de­cker (Spre­cher), di­gi­tal pu­blis­hing AG (Ver­lag)

Seit lan­gem woll­te ich mein Eng­lisch auf­fri­schen. Immer fehl­ten Zeit und Ge­le­gen­heit – viel­leicht auch der wirk­li­che Wille. Nun flat­ter­te eine Ein­la­dung ins Haus zu einem Fest mit über­wie­gend eng­lisch­spra­chi­gen Gäs­ten. Ein Volks­hoch­schul­kurs pass­te zeit­lich nicht mehr rein, die CD Eng­lisch ler­nen mit The Groo­ves. Best Of schon. Die al­ler­meis­ten Vo­ka­beln der ein­fa­chen Dia­lo­ge hatte ich noch im Kopf. Satz­me­lo­die und Auss­pra­che und teil­wei­se wit­zi­ge For­mu­lie­run­gen, die ich bis­her nicht kann­te, die aber si­cher recht hübsch an­zu­wen­den sind, setz­ten sich als­bald eben­falls dort fest.
Die Groo­ves ma­chen das mög­lich, denn die mit Musik un­ter­leg­ten und teil­wei­se rhyth­misch vor­ge­tra­ge­nen Dia­log­tei­le brin­gen rich­tig viel Spaß. Das hört man den Spre­chern an und das merkt man auch sel­ber!

Hör­buch-Dow­n­load
Spieldau­er: 1 Stun­de und 2 Mi­nu­ten
For­mat: Hör­buch-Dow­n­load
Ver­si­on: Un­ge­kürz­te Aus­ga­be
Ver­lag: di­gi­tal pu­blis­hing AG

Nimm's mit, Trans­por­ta­ble Ge­rich­te für Büro, Schu­le & Pick­nick

„Selbst­ge­mach­tes schmeckt oft bes­ser als Ge­kauf­tes“ heißt es in dem prak­ti­schen Büch­lein „Nim­m’s mit“, das die Stif­tung Wa­ren­test be­reits 2015 her­aus­ge­ge­ben hat. Ich un­ter­schrei­be diese These so­fort und frage mich gleich­zei­tig, warum mir diese in­ter­essan­te Hand­rei­chung erst heute auf den Tisch kommt. Bei den Vor­be­rei­tun­gen für Pick­nick, Aus­flug oder Schul­ver­pfle­gung kön­nen einem ir­gend­wann die Ideen aus­ge­hen. Doch ehe man den un­ver­wüst­li­chen Nu­del­sa­lat ein wei­te­res Mal ein­packt, lohnt sich ein Blick in diese feine Re­zep­te­samm­lung, die neben Ge­rich­ten mit Fleisch auch Na­sche­rei­en, Ve­ge­ta­ri­sches, Ve­ga­nes und sogar Sup­pen zum Mit­neh­men bein­hal­tet.
Be­mer­kens­wert in­ter­na­tio­nal sind die Vor­schlä­ge und es liegt wohl in der Natur der Sache, dass sich recht viele asia­ti­sche Zuta­ten und Ge­rich­te fin­den las­sen. Nicht um­sonst sind Ja­pa­ner die Meis­ter im Pau­sen­bo­xen­pa­cken. Apro­pos Boxen; Tipps, wie man die Köst­lich­kei­ten schad­los und plas­tik­frei in wie­der­ver­wend­ba­ren oder sogar in ess­ba­ren Ge­fäßen trans­por­tie­ren oder ser­vie­ren kann, gibt es oben­drein. Da macht das Sel­ber­ma­chen gleich noch mehr Spaß.

Ge­bun­de­ne Aus­ga­be: 176 Sei­ten
Ver­lag: Stif­tung Wa­ren­test (10. März 2015)
Spra­che: Deutsch
ISBN-10: 386851418X

Is­rael – Ku­li­na­ri­sche Reise mit Mirko Reeh.

Koch­bü­cher blät­te­re ich in aller Regel erst ein­mal durch, lasse die Bil­der wir­ken und über­flie­ge die Re­zep­te. Bei die­sem Buch war das an­ders. Aus dem Qu­er­le­sen wurde ganz schnell ein Fest­le­sen – auch in den Re­zep­ten, aber vor allem in den vor­an­ge­stell­ten Tex­ten, die auf so an­ge­neh­me Weise das Be­son­de­re der is­rae­li­schen Küche be­schrei­ben.
Mit der Au­to­rin Bar­ba­ra Strom­berg hat sich Mirko Reeh zum wie­der­hol­ten Mal eine Part­ne­rin an seine Seite ge­holt, die es ver­steht, die Ge­gen­sät­ze die­ses jun­gen Staa­tes, die sich in den na­tür­li­chen Ge­ge­ben­hei­ten eben­so fin­den, wie in sei­ner so un­ter­schied­li­chen Be­völ­ke­rung, mit deren Glau­bens­rich­tun­gen und Er­näh­rungs­ge­wohn­hei­ten, kurz­wei­lig und doch tief­grün­dig zu be­leuch­ten.
Die ge­mein­sa­me Küche der Is­rae­lis gibt es erst seit einem reich­li­chen hal­b­en Jahr­hun­dert. Doch die Ein­wan­de­rer, die aus allen Ecken der Welt her­bei­ström­ten, hat­ten das Leckers­te aus ganz Eu­ro­pa und der Welt im Ge­päck. Viele der Ge­rich­te fin­den sich in die­sem Buch, das den­noch viel mehr ist als eine schlich­te Re­zept­samm­lung mit Bil­dern.

Ta­schen­buch: 160 Sei­ten
Ver­lag: Books on De­mand; Auf­la­ge: 1 (21. April 2017)
Spra­che: Deutsch
ISBN-10: 3743109913
14,90 Euro

Warum legen viele Un­ter­neh­men so wenig Wert auf gute Texte im Rah­men ihres In­ter­ne­t­auf­tritts?

Ein be­freun­de­ter Web­de­si­gner schrieb mir vor kur­z­em: „Schon mehr­fach habe ich ver­sucht, bei mei­nen In­ter­net­kun­den In­ter­es­se an einer pro­fes­sio­nel­len Text­ge­stal­tung zu we­cken, lei­der bis­her ohne Er­folg.“ Es sind ver­mut­lich Spar­sam­keits­grün­de, die für diese Ent­schei­dung ins Feld ge­führt wer­den: Einen In­ter­ne­t­auf­tritt muss der Spe­zia­list zim­mern. Das ver­steht sich. Aber Schrei­ben hat man schließ­lich in der Schu­le ge­lernt und wer steckt schon so tief in der Ma­te­rie, wie der Un­ter­neh­mer selbst oder enge Mit­ar­bei­ter. Die Texte ma­chen wir al­lei­ne, heißt es dann mutig. Und lei­der sieht man es ihnen oft an.

Ich, die ich mein Geld mit Tex­ten ver­die­ne, weiß allzu gut, wie sper­rig Spra­che manch­mal sein kann, wie kom­pli­ziert es sich zu­wei­len an­fühlt, leicht und dabei in­for­ma­tiv und se­ri­ös zu schrei­ben. Und hier rede ich noch nicht ein­mal von den Tücken der deut­schen Recht­schrei­bung, die einem un­ver­se­hens Re­geln, Aus­nah­me­fäl­le und an­de­re Ge­mein­hei­ten, wie Knüp­pel zwi­schen die Beine wirft. Ich denke auch nicht in ers­ter Linie an ge­mei­ne Buchts­abendre­her oder ver­se­hent­lich ver­län­ger­ten En­dun­gen, die den Schrei­ber gleich als gram­ma­ti­ka­li­schen To­tal­aus­fall er­schei­nen las­sen. Ich rede von ver­ständ­li­chen Tex­ten, die neu­gie­rig ma­chen und dem Leser genau die In­for­ma­tio­nen prä­sen­tie­ren, die er sucht. Sonst klickt der po­ten­ti­el­le Kunde näm­lich ganz schnell oben rechts auf das Kreuz. Damit hat das Un­ter­neh­men das Geld für das schi­cke Web­de­sign in den Sand ge­setzt.

Fall­stri­cke lau­ern auf jeden, der sich im Sprach-Dschun­gel be­wegt. Die Fä­hig­keit, ihnen ge­schickt aus­zu­wei­chen, ist keine Zau­be­rei, son­dern im Grun­de ein Hand­werk, ähn­lich dem des Web­de­si­gners. Krea­tiv – aber doch nach fes­ten Re­geln. Zei­t­auf­wän­dig – aber nicht un­be­zahl­bar.