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Schön, dass Sie hier her­ein­le­sen!
Auf die­ser Seite er­zäh­le ich in der Haupt­sa­che etwas über aus­ge­wähl­te Bü­cher. Gern haben sie etwas mit mei­nen Hob­bies zu tun. Schau­en Sie doch ein­mal!

Blü­ten-Ge­nuss für Tafel und Tel­ler
Re­zep­te und Deko-Ideen mit Blü­ten aus mei­nem Gar­ten

Anja Klein und An­dre­as Lau­er­mann

BLOOM´s GmbH, Ra­tin­gen 2019

152 Sei­ten
24,90 €

Die­ses zau­ber­haf­te Buch macht gute Laune. Au­to­rin Anja Klein, die nicht nur lei­den­schaft­li­che Gärt­ne­rin ist, son­dern auch über ein be­mer­kens­wer­tes Händ­chen für stim­mungs­vol­le De­ko­ra­tio­nen ver­fügt, stellt auf 152 Sei­ten zehn ess­ba­re Blü­ten vor. Dabei wer­den kul­tur­his­to­ri­sche Aspek­te eben­so leicht be­han­delt, wie prak­ti­sche An­zucht- und Pflanz­tipps und na­tür­lich Zu­be­rei­tungs­vor­schlä­ge. Ge­schich­ten aus dem Schre­ber­gar­ten wech­seln sich ab mit Re­zep­ten, mit Bas­te­li­de­en, mit klei­nen wis­sens­wer­ten De­tails und un­fass­bar groß­ar­ti­gen Bil­dern. Für diese zeich­net mit An­dre­as Lau­er­mann ein Fo­to­graf ver­ant­wort­lich, der dem Gar­ten­vi­rus eben­so wie seine Frau und Au­to­rin Anja Klein ver­fal­len zu sein scheint. Mit einem ganz be­son­de­ren Blick und höchs­ter Pro­fes­sio­na­li­tät setzt er Pflan­zen, Spei­sen und De­ko­ra­tio­nen auf eine au­ßer­ge­wöhn­lich stim­mi­ge Art ins Bild, die im Ve­rein mit den Tex­ten dazu führt, dass man die­ses Buch immer wie­der gern zur Hand nimmt. Es ist ein­fach das, was man ein schö­nes Buch nennt. Selbst wenn man weder gärt­nert noch kocht, wird man sich sei­nem Reiz nicht ent­zie­hen kön­nen. Da ich bei­des über­aus gern tue, war es eine Frage von we­ni­gen Se­kun­den bis ich ihm völ­lig ver­fiel.
Pas­send zu den Blü­ten­far­ben von Rot, wie die Ka­me­lie, über stu­den­ten­blu­men­gelb und veil­chen­blau bis zum Lila von As­tern und Dah­li­en ist jedem ein­zel­nen Ka­pi­tel eine Farbe zu­ge­ord­net, ein Sche­ma, dass sich bis zur Farb­ge­bung der Sei­ten­zah­len fort­setzt und die­ses Buch ein wei­te­res Mal so har­mo­nisch wir­ken lässt und rich­tig viel Lust auf Gärt­nern, Ko­chen und De­ko­rie­ren macht.
Die Re­zep­te selbst sind bis auf ei­ni­ge Aus­nah­men viel­leicht nicht un­be­dingt für Koch­an­fän­ge­rin­nen, aber Mensch wächst ja be­kannt­lich mit sei­nen Auf­ga­ben. Die Band­nu­deln mit Rin­gel­blu­men und Bor­retsch, die den Titel zie­ren, sind auf jeden Fall um ein Viel­fa­ches schnel­ler ge­ges­sen, als ge­macht. Aus­pro­bie­ren werde ich sie, wenn in mei­nem Schre­ber­gar­ten die Zuta­ten ern­te­be­reit sind. Für die Ni­ce­cre­me im Tul­pen­be­cher habe ich be­reits Bana­nen zur Seite ge­legt, Tul­pen gibt es schließ­lich auch jetzt schon. Au­ßer­dem kei­men auf der Fens­ter­bank seit kur­z­em die Stu­den­ten­blu­men für die Pa­le­tas – ein selbst­ge­mach­tes Eis am Stiel, die ich im Som­mer kos­ten will. Vi­el­leicht habe ich ja dann auch end­lich das Pro­jekt „Kräu­ter­spi­ra­le“ er­folg­reich ab­ge­schlos­sen, das ich schon ewig vor mir her­schie­be und jetzt, mit der Schritt-für-Schritt-Bau­an­lei­tung in An­griff neh­men werde. Fo­cac­cia mit Kräu­ter­blü­ten und Short­bread mit Blü­ten­de­ko soll­ten als Ansporn ge­nü­gen.
Blü­ten-Ge­nuss ist viel mehr als nur ein Koch­buch. Es ist Gar­ten­buch, Ge­schich­ten­buch, Sach­buch und Bil­der­buch in einem!

Hier gehts zum Buch (ex­ter­ner Link).

Sa­bi­ne Schlimm und Su­san­ne Bo­den­stei­ner
One Pot Soul­food: 80 See­len­wär­mer-Re­zep­te für Topf, Blech oder Pfan­ne

GRÄFE UND UNZER Ver­lag GmbH Sep­tem­ber 2018

192 Sei­ten

19,99 €

Kann man sich die Welt schön­ko­chen? Die Au­to­rin­nen sind über­zeugt davon, dass es geht und, was soll ich sagen, ich bin es in­zwi­schen auch. In den letz­ten Wo­chen hat­ten meine Lie­ben in großer und auch in klei­ne­rer Runde viele der See­len-Wär­mer-Ge­rich­te auf ihren Tel­lern und der Ge­nuss beim Essen, stand dem Spaß beim Ko­chen in kei­ner Weise nach.
Alle Zuta­ten in einem Topf zu garen, ist eine super Idee. Selbst wenn man von der Ma­te­ri­al­schlacht an Töp­fen und Pfan­nen ab­sieht, die man sonst oft für ein gutes Essen schlägt und hier ver­mei­det, so über­zeugt auch der Ge­schmack der ein­zel­nen Zuta­ten, der sich zu einem le­cke­ren Ge­richt ver­bin­det.
Der ori­en­ta­li­sche Ki­cher­erb­sen­topf, der auch auf dem Cover ab­ge­bil­det ist und der neben den na­men­ge­ben­den Hül­sen­früch­ten unter an­de­rem Kür­bis, Pa­pri­ka, Fei­gen und Feta ent­hält, sieht nicht nur zau­ber­haft aus, son­dern führt zu einer wah­ren Ge­schmacks­ex­plo­si­on. Mit ihm be­gann meine Soul­food-Küche und Re­zept für Re­zept koche ich mich seit­her durch das Buch. Neben den Koch­an­lei­tun­gen fin­den sich Ab­schnit­te zu spe­zi­el­len The­men, wie dem Prin­zip des One-Pot, zu One-Pot-Pasta (Das Re­zept für Fu­sil­li mit Au­ber­gi­ne gab ich schon wei­ter, da war der Tel­ler noch nicht ein­mal ganz ab­ge­leckt 😊.), in­di­sche Küche, Milchreis oder zu Vor­rats­jo­kern mit denen man sich See­len­streich­ler zau­bert ohne vor­her zum Ein­kau­fen ren­nen zu müs­sen.
Man kann den Titel des Bu­ches mögen oder nicht, ich finde ja den Be­griff See­len­fut­ter viel pas­sen­der, aber Bil­der, Texte und Re­zep­te über die „Glücks­brin­ger im Topf“, ma­chen große Lust aufs Ko­chen und Ge­nie­ßen. Ob man das Ge­fühl hat, die Welt habe sich gegen einen ver­schwo­ren, oder ob man sich, sei­ner Fa­mi­lie oder sei­nen Gäs­ten ein­fach nur so etwas Gutes tun will, in die­sem Buch fin­det sich auf jeden Fall das pas­sen­de Re­zept. Al­ler­dings soll­te man be­ach­ten, dass die Zuta­ten nur für zwei Per­so­nen be­rech­net sind.

Loui­sia­na – Ku­li­na­ri­sche Reise mit Mirko Reeh: New Or­leans – Big Easy, Gumbo und der Soul

148 Sei­ten
14,90 €

„Wer die Küche ver­ste­hen will, muss schau­en, wer vor dem Herd steht.“, sagt Mirko Reeh und nimmt uns in sei­nem Koch­buch mit in die Süd­staa­ten der USA, nach Loui­sia­na. Wie kaum ein an­de­re der 50 Bun­des­staa­ten ist die­ser von mul­ti­kul­tu­rel­len und mehr­spra­chi­gen Ein­flüs­sen ge­prägt. Das sieht man auf den Stra­ßen. Das hört man und das schmeckt man.
Ge­wohnt un­ter­halt­sam er­zählt die Düs­sel­dor­fer Au­to­rin Bar­ba­ra Strom­berg, die Mirko Reeh mit ins Boot ge­holt hat, von der span­nen­den und wech­sel­vol­len Ge­schich­te des Lan­des, das von fran­zö­si­schen, afri­ka­ni­schen, ka­ri­bi­schen, in­dia­ni­schen und sogar von vi­et­na­me­si­schen Ein­flüs­sen ge­prägt ist. Wie wun­der­bar, dass sich all diese Ein­flüs­se auch auf den Spei­se­kar­ten des Lan­des fin­den, möch­te man ju­beln, denn diese Küche ist wirk­lich eine der viel­fäl­tigs­ten der Welt.
Und ge­nau­so ori­gi­nell sind die Ge­schich­ten, die Reeh zu Re­zep­ten, ein­zel­nen Zuta­ten oder aus­ge­wähl­ten Orten zu er­zäh­len hat. Das macht die­ses Koch­buch zu einem Le­se­buch, das man erst wie­der aus der Hand legt, wenn man es aus­ge­le­sen hat oder um sich viel­leicht eine „Avo­ca­do­sup­pe mit Bacon und ge­räu­cher­ten Gar­ne­len“ zu ko­chen, wie sie in New Or­leans ser­viert wird. Denn Ap­pe­tit ma­chen die le­cke­ren Re­zep­te al­le­mal und na­tür­lich sind sie leicht mit hei­mi­schen Zuta­ten nach zu ko­chen. “Ohne Schnul­li­bul­li”, wie Mirko Reeh meint, was ich gern be­stä­ti­ge.

Sa­bi­ne Eich­horst, Ger­man Glück: Reise durch ein un­er­war­tet glück­li­ches Land

Mün­chen 2017
256 Sei­ten
16,99 Euro

Ger­man Angst war ges­tern! Heute gibt es Ger­man Glück – und zwar ein gan­zes Buch vol­ler Glücks­ge­schich­ten. Berüh­rend und be­glückend glei­cher­ma­ßen.
Für die­ses Buch ist die Au­to­rin quer durch Deutsch­land ge­reist und hat Men­schen ge­sucht, die glück­lich sind in ihrem Leben. Und sie hat sie ge­fun­den. Es gibt sie über­all. Oft braucht es näm­lich gar nicht so viel, um glück­lich zu sein, wie be­reits der Klap­pen­text ver­rät. Schon, als ich diese Auf­ein­an­der­fol­ge von „Glück­lich­ma­chern“ las, zau­ber­te es mir ein Lä­cheln ins Ge­sicht. Vom Glück zu lesen, macht glück­lich.
Ein­fühl­sam und fes­selnd, leicht und bild­reich er­zählt die Au­to­rin von den vie­len Fa­cet­ten des Glücks im Leben der Men­schen an un­se­rer Seite. Fest­le­sen ist leicht. Durch­le­sen in einem Rutsch – kein Pro­blem.
Doch die Ge­schich­ten ma­chen auch nach­denk­lich, mo­ti­vie­ren sie doch, den ei­ge­nen Glücks­be­griff zu hin­ter­fra­gen und so das Glück im All­täg­li­chen wahr­zu­neh­men.
Be­ge­ben Sie sich mit die­sem Buch auf eine Reise durch ein un­er­war­tet glück­li­ches Land! Sie wer­den es nicht be­reu­en.

Su­sann Sitz­ler, Freun­din­nen. Was Frau­en ein­an­der be­deu­ten

Stutt­gart 2017
256 Sei­ten
20,00 Euro

„Der wich­tigs­te Freund­schafts­dienst unter Frau­en be­steht darin, für die an­de­re da zu sein, ob­wohl man ei­gent­lich keine Zeit hat“, zi­tiert Su­san­ne Sitz­ler in ihrem Buch die Freund­schafts­stu­die 2014 aus Al­lens­bach. Zeit ist nach ihrer An­sicht eine we­sent­li­che Wäh­rung in Frau­en­freund­schaf­ten. Wäh­rend Män­ner auch Freun­de sein kön­nen, wenn sie sich sel­ten sehen und eher wenig kom­mu­ni­zie­ren, brau­chen Frau­en näm­lich vor allem Zeit für­ein­an­der.
Die Au­to­rin lässt uns an ihren per­sön­li­chen Freund­schafts­er­fah­run­gen seit den Kin­der­ta­gen teil­ha­ben: Von Freun­din­nen, die er­obert wer­den woll­ten, deren Glanz auf uns ab­strah­len und uns davor schüt­zen soll­te Au­ßen­sei­te­rin zu sein im Klas­sen­raum, auf dem Pau­sen­hof, am Nach­mit­tag. Aber auch von Be­zie­hun­gen, die lange hal­ten und an­de­ren, die in die Brü­che gehen, weil eine neue Le­ben­s­pha­se be­ginnt, sich Prio­ri­tä­ten ver­schie­ben, Part­ner­schaf­ten aus­ein­an­der­ge­hen oder ein­ge­gan­gen werde. Wir Frau­en ken­nen das. Es ist un­se­re Le­bens­wirk­lich­keit, die die­ses Buch ab­bil­det.
Die knap­pen Ka­pi­tel­über­schrif­ten, wie Flucht – Glas – Wur­zel – Ver­wit­te­run­gen oder Strauß wir­ken selt­sam karg ge­gen­über der Fülle an In­for­ma­tio­nen, an Emo­tio­nen und dem er­fri­schend of­fe­nen Er­zähl­stil der Ka­pi­tel selbst.
Die ak­tu­el­len Er­kennt­nis­se aus der wis­sen­schaft­li­chen Freund­schafts­for­schung kor­re­spon­die­ren er­staun­lich ein­gän­gig mit Freund­schafts­ge­schich­ten aus dem Leben der Au­to­rin. Wobei die schie­re Zahl der Freun­din­nen schon be­ein­druckt.
Die­ses Buch ist eines der­je­ni­gen, bei dem man sich im Le­se­tem­po zü­geln will, um es nicht zu schnell aus der Hand legen zu müs­sen. Ein Buch, in dem man sich wie­der­fin­det, in dem man sich ver­lie­ren kann und eines, dass man so­fort an die beste Freun­din wei­ter­reicht.