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Auf die­ser Seite er­zäh­le ich in der Haupt­sa­che etwas über aus­ge­wähl­te Bü­cher. Gern haben sie etwas mit mei­nen Hob­bies zu tun. Schau­en Sie doch ein­mal!

Sa­bi­ne Schlimm und Su­san­ne Bo­den­stei­ner
One Pot Soul­food: 80 See­len­wär­mer-Re­zep­te für Topf, Blech oder Pfan­ne

GRÄFE UND UNZER Ver­lag GmbH Sep­tem­ber 2018

192 Sei­ten

19,99 €

Kann man sich die Welt schön­ko­chen? Die Au­to­rin­nen sind über­zeugt davon, dass es geht und, was soll ich sagen, ich bin es in­zwi­schen auch. In den letz­ten Wo­chen hat­ten meine Lie­ben in großer und auch in klei­ne­rer Runde viele der See­len-Wär­mer-Ge­rich­te auf ihren Tel­lern und der Ge­nuss beim Essen, stand dem Spaß beim Ko­chen in kei­ner Weise nach.
Alle Zuta­ten in einem Topf zu garen, ist eine super Idee. Selbst wenn man von der Ma­te­ri­al­schlacht an Töp­fen und Pfan­nen ab­sieht, die man sonst oft für ein gutes Essen schlägt und hier ver­mei­det, so über­zeugt auch der Ge­schmack der ein­zel­nen Zuta­ten, der sich zu einem le­cke­ren Ge­richt ver­bin­det.
Der ori­en­ta­li­sche Ki­cher­erb­sen­topf, der auch auf dem Cover ab­ge­bil­det ist und der neben den na­men­ge­ben­den Hül­sen­früch­ten unter an­de­rem Kür­bis, Pa­pri­ka, Fei­gen und Feta ent­hält, sieht nicht nur zau­ber­haft aus, son­dern führt zu einer wah­ren Ge­schmacks­ex­plo­si­on. Mit ihm be­gann meine Soul­food-Küche und Re­zept für Re­zept koche ich mich seit­her durch das Buch. Neben den Koch­an­lei­tun­gen fin­den sich Ab­schnit­te zu spe­zi­el­len The­men, wie dem Prin­zip des One-Pot, zu One-Pot-Pasta (Das Re­zept für Fu­sil­li mit Au­ber­gi­ne gab ich schon wei­ter, da war der Tel­ler noch nicht ein­mal ganz ab­ge­leckt 😊.), in­di­sche Küche, Milchreis oder zu Vor­rats­jo­kern mit denen man sich See­len­streich­ler zau­bert ohne vor­her zum Ein­kau­fen ren­nen zu müs­sen.
Man kann den Titel des Bu­ches mögen oder nicht, ich finde ja den Be­griff See­len­fut­ter viel pas­sen­der, aber Bil­der, Texte und Re­zep­te über die „Glücks­brin­ger im Topf“, ma­chen große Lust aufs Ko­chen und Ge­nie­ßen. Ob man das Ge­fühl hat, die Welt habe sich gegen einen ver­schwo­ren, oder ob man sich, sei­ner Fa­mi­lie oder sei­nen Gäs­ten ein­fach nur so etwas Gutes tun will, in die­sem Buch fin­det sich auf jeden Fall das pas­sen­de Re­zept. Al­ler­dings soll­te man be­ach­ten, dass die Zuta­ten nur für zwei Per­so­nen be­rech­net sind.

Loui­sia­na – Ku­li­na­ri­sche Reise mit Mirko Reeh: New Or­leans – Big Easy, Gumbo und der Soul

148 Sei­ten
14,90 €

„Wer die Küche ver­ste­hen will, muss schau­en, wer vor dem Herd steht.“, sagt Mirko Reeh und nimmt uns in sei­nem Koch­buch mit in die Süd­staa­ten der USA, nach Loui­sia­na. Wie kaum ein an­de­re der 50 Bun­des­staa­ten ist die­ser von mul­ti­kul­tu­rel­len und mehr­spra­chi­gen Ein­flüs­sen ge­prägt. Das sieht man auf den Stra­ßen. Das hört man und das schmeckt man.
Ge­wohnt un­ter­halt­sam er­zählt die Düs­sel­dor­fer Au­to­rin Bar­ba­ra Strom­berg, die Mirko Reeh mit ins Boot ge­holt hat, von der span­nen­den und wech­sel­vol­len Ge­schich­te des Lan­des, das von fran­zö­si­schen, afri­ka­ni­schen, ka­ri­bi­schen, in­dia­ni­schen und sogar von vi­et­na­me­si­schen Ein­flüs­sen ge­prägt ist. Wie wun­der­bar, dass sich all diese Ein­flüs­se auch auf den Spei­se­kar­ten des Lan­des fin­den, möch­te man ju­beln, denn diese Küche ist wirk­lich eine der viel­fäl­tigs­ten der Welt.
Und ge­nau­so ori­gi­nell sind die Ge­schich­ten, die Reeh zu Re­zep­ten, ein­zel­nen Zuta­ten oder aus­ge­wähl­ten Orten zu er­zäh­len hat. Das macht die­ses Koch­buch zu einem Le­se­buch, das man erst wie­der aus der Hand legt, wenn man es aus­ge­le­sen hat oder um sich viel­leicht eine „Avo­ca­do­sup­pe mit Bacon und ge­räu­cher­ten Gar­ne­len“ zu ko­chen, wie sie in New Or­leans ser­viert wird. Denn Ap­pe­tit ma­chen die le­cke­ren Re­zep­te al­le­mal und na­tür­lich sind sie leicht mit hei­mi­schen Zuta­ten nach zu ko­chen. “Ohne Schnul­li­bul­li”, wie Mirko Reeh meint, was ich gern be­stä­ti­ge.

Il­li­nois – Ku­li­na­ri­sche Reise mit Mirko Reeh

156 Sei­ten
14,90 €

Mirko Reeh ent­führt uns ku­li­na­risch in den Mitt­le­ren Wes­ten der USA, nach Il­li­nois, und be­tritt für die deutsch­spra­chi­ge Kö­chin damit ein glei­cher­ma­ßen un­be­kann­tes wie fas­zi­nie­ren­des Ge­biet. Die ty­pisch ame­ri­ka­ni­sche Küche die­ses Bun­des­staa­tes hat der aus­ge­bil­de­te Koch für uns, wo es Not tat va­ri­iert, um sie mit hei­mi­schen Zuta­ten nach­ko­chen zu kön­nen.
Doch sind die Re­zep­te von Coc­tails, über Lachs -Pie mit Frisch­kä­se, Hor­se­hoe Sand­wi­ches und Pi­rog­gi bis hin zu Rum-Ro­si­nen-Eis und Hei­del­beer-Chee­se­ca­ke nur ein Teil des Le­se­ge­nus­ses. Die Re­zept­samm­lung wird von aus­ge­spro­chen in­for­ma­ti­ven und leicht les­ba­ren Tex­ten ein­ge­lei­tet. In au­ßer­ge­wöhn­li­cher Art er­zählt die Düs­sel­dor­fer Au­to­rin Bar­ba­ra Strom­berg von der Ge­schich­te des Lan­des, den Be­son­der­hei­ten sei­ner Küche, von all­täg­li­chen und fei­er­täg­li­chen Ge­rich­ten und immer wie­der von den Men­schen in Il­li­nois und macht Lust, die­sen Land­strich zu­min­dest ku­li­na­risch für sich zu ent­de­cken.
Ich selbst be­gann mit einem Eier­sa­lat mit Es­tra­gon, den tat­säch­lich jedes noch so klei­ne Früh­stücks­re­stau­rant in Ili­nois auf der Karte hat. Eine gute Ent­schei­dung, wie ich finde! Den Spaghet­ti-Pie be­rei­te­te ich re­zept­ge­treu ohne jedes Ge­mü­se zu. Auch das darf ein­mal sein, wenn der Ge­schmack über­zeugt und das tat er.
Die Ge­rich­te sind leicht nach zu ko­chen, ge­lin­gen und schme­cken. Man­ches glaubt man zu ken­nen, wie Pizza oder Hot Dog und doch über­ra­schen die Ge­rich­te im „Chi­ca­go-Style“ auch die ab­ge­klär­tes­ten Tes­ter*in­nen. Pro­bie­ren Sie es aus! Es lohnt sich!

Eva Schu­mann, Pa­pri­ka und Chili er­folg­reich an­bau­en: 40 Sor­ten für Gar­ten und Bal­kon

Stutt­gart 2017
128 Sei­ten
12,90 €

Ge­mü­se­pflan­zen be­gin­nen seit ei­ni­gen Jah­ren sehr er­folg­reich, Pe­tu­ni­en und Pe­lar­go­ni­en von den Bal­ko­nen und Ter­ras­sen zu ver­drän­gen. Nach den To­ma­ten schaf­fen das auch zu­neh­mend Chili, Pa­pri­ka & Co. und er­freu­en nicht nur die Selbst­ver­sor­ger, son­dern ma­chen auch op­tisch rich­tig etwas her.
Wer sich bis­her nicht an den Anbau der (schar­fen) Scho­ten ge­wagt hat, dem sei das Büch­lein wärms­tens ans Herz ge­legt. Auf 40 Sei­ten ge­ball­tem An­bau­wis­sen ver­rät die Au­to­rin alles Wich­ti­ge von der Jung­pflan­zen­an­zucht, über die Ve­re­de­lung und Dün­gung bis hin zur Ge­sun­der­hal­tung der Pflan­zen und gibt dem am­bi­tio­nier­ten Gärt­ner au­ßer­dem einen über­sicht­li­chen Ar­beits­ka­len­der an die Hand, der den er­folg­rei­chen Anbau der ge­sun­den Scho­ten er­leich­tert.
Eine aus­ge­spro­chen in­ter­essan­te Vor­stel­lung der enor­men Sor­ten­viel­falt von Pa­pri­ka und Chili in Wort und Bild macht dop­pelt Lust, den Anbau bis dahin nie ge­hör­ter Sor­ten, wie Bi­schofs­müt­ze und Feu­er­küss­chen oder Lemon Drop aus­zu­pro­bie­ren. Was die Ver­wen­dung der Ernte an­be­trifft, so fin­den sich selbst­ver­ständ­lich am Ende des Büch­leins über­ra­schend viel­fäl­ti­ge Re­zep­ti­de­en, Tipps zur Halt­bar­ma­chung und eine Über­sicht der In­haltss­tof­fe der Scho­ten.
Eine an­schau­li­che Gra­fik ver­deut­licht die un­ter­schied­li­chen Schär­fe­gra­de in Stu­fen von 0 (Ge­mü­se­pa­pri­ka) bis 10+++ (Ca­ro­li­na Rea­per). Und soll­te es ge­le­gent­lich doch etwas zu viel Schär­fe sein, fin­den sich hilf­rei­che Tipps, wie dem Bren­nen bei­zu­kom­men ist, näm­lich zum Bei­spiel mit einem Nu­tel­la-Toast.
So ge­se­hen ste­hen Anbau und Ver­zehr der Scho­ten nichts mehr im Weg und das nächs­te Früh­jahr kommt be­stimmt!

Su­sann Sitz­ler, Freun­din­nen. Was Frau­en ein­an­der be­deu­ten

Stutt­gart 2017
256 Sei­ten
20,00 Euro

„Der wich­tigs­te Freund­schafts­dienst unter Frau­en be­steht darin, für die an­de­re da zu sein, ob­wohl man ei­gent­lich keine Zeit hat“, zi­tiert Su­san­ne Sitz­ler in ihrem Buch die Freund­schafts­stu­die 2014 aus Al­lens­bach. Zeit ist nach ihrer An­sicht eine we­sent­li­che Wäh­rung in Frau­en­freund­schaf­ten. Wäh­rend Män­ner auch Freun­de sein kön­nen, wenn sie sich sel­ten sehen und eher wenig kom­mu­ni­zie­ren, brau­chen Frau­en näm­lich vor allem Zeit für­ein­an­der.
Die Au­to­rin lässt uns an ihren per­sön­li­chen Freund­schafts­er­fah­run­gen seit den Kin­der­ta­gen teil­ha­ben: Von Freun­din­nen, die er­obert wer­den woll­ten, deren Glanz auf uns ab­strah­len und uns davor schüt­zen soll­te Au­ßen­sei­te­rin zu sein im Klas­sen­raum, auf dem Pau­sen­hof, am Nach­mit­tag. Aber auch von Be­zie­hun­gen, die lange hal­ten und an­de­ren, die in die Brü­che gehen, weil eine neue Le­ben­s­pha­se be­ginnt, sich Prio­ri­tä­ten ver­schie­ben, Part­ner­schaf­ten aus­ein­an­der­ge­hen oder ein­ge­gan­gen werde. Wir Frau­en ken­nen das. Es ist un­se­re Le­bens­wirk­lich­keit, die die­ses Buch ab­bil­det.
Die knap­pen Ka­pi­tel­über­schrif­ten, wie Flucht – Glas – Wur­zel – Ver­wit­te­run­gen oder Strauß wir­ken selt­sam karg ge­gen­über der Fülle an In­for­ma­tio­nen, an Emo­tio­nen und dem er­fri­schend of­fe­nen Er­zähl­stil der Ka­pi­tel selbst.
Die ak­tu­el­len Er­kennt­nis­se aus der wis­sen­schaft­li­chen Freund­schafts­for­schung kor­re­spon­die­ren er­staun­lich ein­gän­gig mit Freund­schafts­ge­schich­ten aus dem Leben der Au­to­rin. Wobei die schie­re Zahl der Freun­din­nen schon be­ein­druckt.
Die­ses Buch ist eines der­je­ni­gen, bei dem man sich im Le­se­tem­po zü­geln will, um es nicht zu schnell aus der Hand legen zu müs­sen. Ein Buch, in dem man sich wie­der­fin­det, in dem man sich ver­lie­ren kann und eines, dass man so­fort an die beste Freun­din wei­ter­reicht.